Ich hatte schon öfters gelesen, dass die Amerikaner gegen alles Pillen schlucken. Doch in welchem Ausmaß es hier diese Pillen zu kaufen gibt, lässt mich meinen Kopf immer noch schütteln. Aber nicht nur die Menge der Medikamenten und Pillen, sondern ihre „ Fundorte“ sind interessant. Geht man in Deutschland in eine Drogerie, so findet man Pillen, Dragees, Pulver aus natürlichen Bestandteilen. Den Rest bekommt man in der Apotheke, zumindest die Medikamente, wie ich sie umfassend nennen werde, die Apothekenpflichtig sind. Die, nennen wir sie richtig harten Arzneimittel, bekommt man nur auf Rezept vom guten Herrn Doktor. Hier ist das alles anders. Medikamente, also die in deutschland vergleichbaren Apotheken pflichtigen, kann man überall kaufen. Die sogenannte Pharmacy gibt es eigentlich nicht. Man betritt den Laden und steht erst einmal vor mehreren Regalreihen voll mit Drogerieprodukten und allen möglichen Pillen und Mittelchen. Erst im hinteren Teil findet sich eine Theke hinter der, meist ziemlich beschäftigt und selten beratungsfreundlich, ein Apotheker/in herumrennt.
Ich habe mich etwas erkältet und nutzte diese Chance, mich in das Wirrwar dieser Regalreihen voller Pillen und sonstigen Darreichungsformen zu stürzen. Ich konnte gegen eine Erkältung aus einer großen Auswahl an Packungen wählen. Beim Lesen der Bestandteile des Medikaments, musste ich staunen, denn dies hätte ich in Deutschland mit Sicherheit nur in der Apotheke kaufen können.
Doch die Pharmacy ist nicht die einzige Möglichkeit oder nenen wir es nun mehr Fundort.
In jedem Supermarkt gibt es eine Ecke zum Erwerb allermöglicher Pillen. Jede Deli, den Tante Emma Läden, stehen diese Produkte direkt neben Schokoriegeln und Kaugummi.
Diese Erfahrung möchte ich in der Fotoserie festhalten.